Parodontologie

Parodontologie

Parodontitis

Entzündliche, mit Zahnbelägen assoziierten Parodontalerkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen.

Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung des Zahnbettes und Zahnhalteapparates. Sie wird meist durch eine bakterielle Infektion verursacht, die zuerst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hervorrufen und sich im nächsten Stadium dann auf den Kieferknochen ausbreiten kann. Unbehandelt kann eine Parodontitis bis zum Zahnverlust führen.

Sehr häufig wird die Parodontitis erst im 4. oder gar 5. Lebensjahrzehnt diagnostiziert, meist ist der Zerstörungsgrad dann schon sehr weit fortgeschritten . Schon viel früher können die ersten Anzeichen einer Parodontitis von einem auf diesem Fachgebiet spezialisierten Behandler erkannt werden. Das tückische an dieser chronischen Erkrankung ist, dass sie durch ihren langsamen, schmerzfreien und schleichenden Verlauf auch vom Betroffenen erst sehr spät bemerkt wird. Lassen Sie es nicht soweit kommen und nutzen Sie die präventive parodontale Screening Maßnahme um im Fall der Fälle schnell und effektiv eingreifen zu können.

Gingivitis

Die Gingivitis gilt als eine Art Vorstufe zur Parodontitis. Sie wird ausgelöst durch eine bakterielle Mischinfektion, dem sog. Biofilm "bakterielle Plaque". Durch eine vernachlässigte Mundhygiene kann sich eine solche akute Entzündung binnen weniger Tage etablieren. Die klinischen Symptome hierfür sind beispielsweise Rötungen und Schwellungen des Zahnfleisches oder verstärkte Blutungen am Zahnfleisch. Der klassische Biss in einen Apfel ist hierbei aus der Werbung bekannt und kann durchaus ein Indikator für ein nicht ganz gesundes Zahnfleisch sein.

Wichtig:

Wenn der Zahnarzt die Diagnose Gingivitis gestellt hat ist durch entsprechende Therapie Maßnahmen binnen weniger Wochen eine vollständige Abheilung der parodontalen Strukturen zu erwarten. Eine Dental Hygienist optimiert mit Ihnen zusammen die Mundhygiene soweit, dass sich sehr schnell wieder ein gesunder starker Zahnhalteapparat ausbildet.

Chronische Parodontitis - Verlauf

Kann der Körper sich nicht gegen eine Gingivitis wehren und wird diese auch nicht als Vorstufe einer Parodontitis erkannt, können durch anhaltende Entzündung weitere Zerstörungsprozesse ablaufen.

Durch die Bakterientoxine und die eigene Immunabwehr kommt es zur beginnenden Auflösung parodontaler Strukturen wie dem Zahnhalteapparat und dem Kieferknochen. Eine Therapie ist in diesem Stadium schon zwingend notwendig!

Unbehandelt kann die Erkrankung immer weiter in die Tiefe fortschreiten und schlussendlich zum Zahnverlust führen. Natürlich gilt hier wie bei den meisten Erkrankungen je früher erkannt desto besser die Heilungschancen.

Allerdings handelt es sich in diesem Falle um eine chronische Erkrankung, die einer lebenslangen Überwachung und Therapie bedarf. Die eigene Motivation und Mitarbeit, die sog. Compliance des Patienten, trägt maßgeblich zum Erfolg einer Parodontitistherapie bei.

Systhematische Parodontaltherapie

Die Systhemische Parodontaltherapie untergliedert sich in mehrere Phasen

Hygienephase I

Das Ziel der Hygienephasen liegt in der Reduktion bzw. Elimination der parodontitisverursachenden Keime. Schlechter Zahnersatz oder undichte alte Füllungen sind häufige Ursache für eine Parodontitis, der Destruktionsgrad ist an diesen Stellen besonders dramatisch. In einer Art Vorberhandlung zur Restaurativen Phase müssen dieser schlechte Zahnersatz und die alten bzw. randspaltigen Füllgen ausgetauscht werden. Schon in der Hygienephase sind Verhältnisse zu schaffen die es dem Patienten ermöglichen eigenständig eine adäquate Mundhygiene durchzuführen. 

Ca. 6-8 Wochen nach der Hygienephase I wird der Gesundheitszustand des Zahnfleisches erneut beurteilt. In den meisten Fällen sind hier schon optimale hygienische Verhältnisse geschaffen worden, dass dem definitiven neuen ästhetischeren Zahnersatz nichts mehr im Wege steht. Die Restaurative Phase kann eingeleitet werden.

Hygienephase II

Falls die Verhältnisse nicht so optimal sind, sollte die Hygienephase II durchgeführt werden, entweder komplett am gesamten Zahnfleisch oder lokal an den kritischen Stellen. Der Behandlungsablauf ist gleich dem in Hygienephase I.

Korrektive Phase

Die Korrektive Phase beschreibt ein chirurgisches Vorgehen falls die Hygienephase II immer noch nicht zum erwünschten Ergebnis geführt hat. Das übergeordnete Ziel dieser Behandlungsphase ist die Schaffung einer Morphologie von Hart- und Weichgeweben, die sowohl dem Patienten als auch der Dental Hygienikerin eine optimale Reinigung ermöglicht. Methodisch kommen hier überwiegend Regenerative Behandlungsverfahren zum Einsatz.

Als optimales Ergebnis am Ende der Hygienephasen bzw. der korrektiven Phase werden Taschensondierungstiefen von 3 mm angesehen, unter Fachleuten auch als "zero-pocket" bezeichnet.

Restaurative Phase

Die Restaurative Phase ist im eigentlichen Sinne nicht der Parodontosebehandlung zuzuordnen. Hier wird durch neue ästhetische, funktionelle und parodontalfreundliche Restaurationen das erzielte Behandlungsergebnis optimiert und auf lange Sicht stabilisiert. Der Interdisziplinäre Aspekt wird hier mehr als deutlich.

Erhaltungsphase

Die Erhaltungsphase dient der Aufrechterhaltung des Behandlungsergebnisses, sie hat zwar prophylaktischen Charakter unterscheidet sich allerdings von der primären Prophylaxe insofern, als es sich um bereits erkrankte , wenn auch momentan symtomfreie Patienten handelt. Da das Risiko zu einer Rezidiverkrankung hier höher ist als bei einem primär gesunden Patienten, werden individuelle Recallintervalle festgelegt.

Diese Unterstützende Parodontale Therapie (UPT) wird von einer speziell ausgebildeten Dental Hygienist durchgeführt.

Therapietechniken

Neben der klassischen konservativen manuellen Therapie dem Scaling/Rootplaning kurz SRP mit Handinstrumenten, die im wesentlichen immer noch den Goldstandard darstellt, kommen zusätzlich schwingende Piezoinstrumente zum Einsatz. Die Piezotechnologie macht ein sanftes, graziles und effektives Arbeiten tief in der Tasche möglich. Um in der Hygienephase I oder II eine weitere Keimreduktion zu erreichen, sind zusätzliche fakultative oder adjuvante Therapien zu empfehlen.

Fakultative Therapien

Weitere Bakterienreduktion durch den Einsatz eines Diodenlasers. Der Laser kann 2-3 Tage nach den Hygienephasen zum Einsatz kommen. Eine lokale Betäubung ist wegen der sanften Behandlung in der Regel nicht notwendig. Der Laser wirkt bakteriensterilisierend, blutungsstillend und heilend.

Die meisten Parodontitis verursachenden Bakterien werden durch die Laserbehandlung beseitigt und erübrigen eine medikamentöse, nebenwirkungsbehaftete antibiotische Therapie. Durch die Laser-Parodontitis-Behandlung wird der Knochenabbau des Kieferknochens gestoppt und die Festigkeit der Zähne stabilisiert.

Adjuvante Therapien

Ein winziger Chip nur 4x5mm klein, mit dem Wirkstoff Chlorhexidin ist in einer feinen Gelatineschicht gebunden und löst sich nach ca. 7-10 Tagen restlos auf - wirkt aber bis zu 3 Monaten.

Der winzige Chip wird mittels einer Pinzette genau in die vorher behandelte Zahnfleischtasche eingeschoben. Dieser verschwindet dort vollständig und bleibt von aussen unsichtbar. Ab diesem Moment beginnt die Wirkung gegen die parodontitis verursachenden Bakterien.

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